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Nahverkehr: Kommission untersucht Straßenbahnunfall

(bw) Auch eine Woche nach dem schweren Straßenbahnunfall in der Karlsruher Innenstadt dauert die Suche nach den Ursachen weiter an. Bei dem Frontalzusammenstoß eines Eilzugs der Linie S4 mit einer Bahn der Linie 2 im Kreuzungsbereich Ettlinger Straße/Hermann-Billing-Straße wurden am 14. Januar insgesamt 31 Menschen verletzt, die beiden Fahrer schwebten zunächst in Lebensgefahr.

Bereits einen Tag nach dem Unfall gab Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), bekannt, dass eine eigene Untersuchungskommission eingerichtet worden sei. "Die VBK sind an einer raschen Aufklärung der Unfallursache interessiert und darüber hinaus auch an einer Überprüfung der eingesetzten Systemtechnik", so der VBK-Chef. Die Kommission wird geleitet von Thomas Ruff aus Freiburg, dem dienstältesten Straßenbahnbetriebsleiter Deutschlands. Ihr gehören Vertreter der Technischen Aufsichtsbehörden an, des Tiefbauamts Karlsruhe, des Weichenherstellers, des Polizeipräsidiums, der Stadtwerke Heilbronn sowie der VBK.

Die ersten Erkenntnisse der Fachleute haben ergeben, dass die technischen Einrichtungen im Fahrzeug wie auch auf der Strecke bestimmungsgemäß funktioniert haben. Das hätten die Überprüfungen der Signal- und Weichenstellung, das Auslesen der gespeicherten Daten sowie Versuchsfahrten ergeben, die noch in der Nacht auf Freitag unternommen worden seien, teilten die Experten mit.

Ungeklärt ist, warum der S4-Fahrer nicht nach Vorschrift auf ein dunkles Weichensignal reagiert hat - die Weichenstellung hätte überprüft werden müssen. Offen auch, warum die automatische Zwangsbremsung an der Weiche nicht ausgelöst wurde - sie kann nach VBK-Angaben manuell ausgeschlossen werden. Zwischenzeitlich hat die Staatsanwaltschaft "ergebnisoffene" Ermittlungen auch gegen den Fahrer aufgenommen.




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