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Abwasser: Neuer Kanal entwässert südliches Stadtgebiet

(nil)In die Röhre schauen im wahrsten Sinne des Wortes die Männer des Tiefbauamtes (TBA) und einer Spezialbaufirma an der Beiertheimer Allee. Von einer Grube aus entsteht hier unterirdisch ein rund 550 Meter langer Mischwasserkanal für Abwässer aus dem Areal Hauptbahnhof Süd, Albtalbahnhof und aus umliegenden Straßenzügen. Langfristig soll die Röhre mit einem Durchmesser von 1,6 Meter auch für Abwasser aus Rüppurr da sein.

Der neue "Beiertheimer Sammler" beginnt südlich der Schwarzwaldbrücke, der Strang erreichte diese Woche die Südenstraße, wo er an den Hauptentlastungskanal Süd angeschlossen wird. Viele Abschnitte im 1100 Kilometer langen Kanalnetz Karlsruhes sind inzwischen bis zu 100 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Neue Teilstücke müssen "ins Netz geflochten werden", auch wegen ausreichender Umleitungsmöglichkeiten.

"Die großen Sammler sind die Abwasserautobahnen dieses Netzes", erklärt Martin Kissel, Leiter der Stadtentwässerung. Bei dem 1,5 Millionen Euro teuren Bauprojekt wird ein unterirdisches Vorpressverfahren angewendet. In sechs Metern Tiefe werden vier Meter lange und über zehn Tonnen schwere Stahlbetonrohre von Pressen mit einer Druckkraft von bis zu 750 Tonnen durchs Erdreich gedrückt. Aufwändige Vermessung und Steuerungssysteme stellen sicher, dass die Röhre millimetergenau ihren Bestimmungsort erreicht. Das an der Tunnelspitze per Bagger abgebaute Erdreich wird über eine Lore aus der Röhre befördert. "Dieses Methode ist nicht nur günstiger als eine oberirdische, offene Bauweise, sondern auch weniger belastend für die Umwelt und die Bevölkerung", betont Bernhard Axmann, TBA. Man müsse nur einmal an den Aufwand denken, der beim offenen Queren der Ebertstraße entstehen würde.




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