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Unicef-Kinderstadt 2010: Eine Brücke zu Kindern der Welt

Mehr Kinderfreundlichkeit / Spenden für Afrika-Projekte und für Haiti

(maf) Als die ersten Schreckensbilder des verheerenden Erdbebens auf Haiti um die Welt gingen, fiel für Karlsruhe der offizielle Startschuss als Unicef-Kinderstadt 2010. Im wörtlichen Sinne aus der Not geboren war deshalb die Idee, die ersten auf dem Unicef-Konto eingehenden Spenden als Soforthilfe in das Katastrophengebiet im Armenhaus Amerikas fließen zu lassen und davon nicht wie ursprünglich geplant ausschließlich Entwicklungshilfeprojekte in Burundi und Niger (Afrika) zu fördern. Das hat OB Heinz Fenrich vergangenen Donnerstag im Rathaus bei der Auftaktpressekonferenz zur Kinderstadt 2010 gemeinsam mit Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen angekündigt.

Karlsruhe werde den Titel mit Leben erfüllen und "alle mit der Partnerschaft verbundenen Chancen nutzen", erklärte das Stadtoberhaupt. "Unser Ziel ist klar: Ein Euro pro Einwohner" gab Fenrich als Zielvorgabe zur Unterstützung von Projekten des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen aus. Aber das ist nicht alles. Karlsruhe wolle im Laufe des Jahres "für noch mehr Kinderfreundlichkeit werben". Noch mehr. Auf diesen Zusatz legte Fenrich Wert. Denn die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen würden in der Fächerstadt bereits auf breiter Basis - etwa durch das Kinderbüro, das Bündnis für Familien oder den Stadtjugendausschuss - vertreten und spielten in vielen Handlungsfeldern des "Karlsruher Masterplans" eine Rolle. Wichtig sei bei der "Kinderstadt 2010" das Miteinander aller. Gemeinsam sollten Bürgerinnen und Bürger, Verbände, Vereine, Schulen und Institutionen mit ihrem Engagement zum Erfolg verhelfen.

Das Rad wird nicht neu erfunden. Das Organisationsteam verweist auf bereits geplante Veranstaltungen im Jahreskalender, die nun unter der Unicef-Flagge laufen. Stadtmarketing-Chef Norbert Käthler nannte die Aufführung einer Kinderoper an der Musikhochschule oder den Stadtgeburtstag für Kinder am 17. Juni. "Kreativität" war auch für Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen das Entscheidende, "es geht nicht nur ums Geld". Eindrücklich schilderte die Journalistin die Situation der Kinder im bitterarmen Haiti. Nicht erst seit dem Erdbeben sei deren Lage verzweifelt. Sie arbeiteten als Haussklaven, spielten im Müll und litten an chronischer Unterernährung. "Ihre Sterblichkeitsrate ist so hoch wie in keinem anderen Land", berichtete Christiansen, dass "kaum einer der Touristen in der Dominikanischen Republik etwas über den Westteil der Karibikinsel weiß". Christiansen freute sich über die Entscheidung Karlsruhes, Nothilfe zu leisten, aber "das darf aber die anderen Projekte nicht schmälern". Impfschutz, Moskitonetze und bessere hygienische Bedingungen sollen in Burundi die medizinische Grundversorgung für Kinder verbessern. In Niger unterstützt Unicef den Schulbau und die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

Ein Auftakt nach Maß war die Eröffnungsveranstaltung zur Unicef-Kinderstadt 2010 im Kinder- und Jugendhaus Durlach. Nachwuchsartistinnen und -artisten des Zirkus Maccaroni begeisterten mit Auszügen aus ihrem neuen Programm "Winterträume". Wer für Projekte der Unicef-Kinderstadt spenden möchte kann dies tun unter dem Stichwort "Karlsruhe für Unicef", Sparkasse Karlsruhe, Kontonummer 98 98 98 2.




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Stadt Karlsruhe 2010 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro