Zur Startseite Karlsruhe: StadtZeitung   Suche
 

Übersicht Weiterempfehlen

 

Umwelt: Für Klima und Geldbeutel sparen

"Stromspar-Partner Karlsruhe": Einkommensschwache Haushalte profitieren

Nur Gewinnerinnen und Gewinner verspricht die Aktion "Stromspar-Partner Karlsruhe", die nächste Woche an den Start geht. Sie soll einkommensschwachen Haushalten beim Energiesparen helfen. Die Beratung übernehmen Menschen, die auf eine längere Arbeitslosigkeit zurückblicken und für das Projekt geschult werden. Drei wesentliche Ziele verfolgt das gemeinsame Projekt der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KeK), der Arbeitsförderungsbetriebe (AFB) und des Jobcenters der Stadt Karlsruhe: Es soll Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufsleben ebnen, das Budget von einkommensschwachen Haushalten entlasten und schließlich durch Senkung des Stromverbrauchs den CO2-Ausstoß minimieren, was der Umwelt zugute kommt.

Als Partner mit ins Boot nehmen wollen die Stromspar-Partner für die erste Runde mindestens 400 Haushalte sowie 15 Langzeitarbeitslose. Letztere helfen nach eigener Fortbildung den teilnehmenden Menschen, Strom- und Wasserkosten um bis zu 20 Prozent und die damit verbundenen Kosten zu senken. "Rund 100 Euro jährlich weniger sind da schon drin", betonte Bürgermeister Klaus Stapf. Weniger Energieverbrauch - das bedeutet auch einen aktiven Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen. "Es ist die erste Umsetzung einer Maßnahme nach Beschluss des Gemeinderats zum Klimaschutzkonzepts", freute sich Stapf.

Am Stromspar-Check teilnehmen können Karlsruher Bürgerinnen und Bürger, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngelb beziehen. Sie können sich selbst melden - per Kontaktformular im Internet unter www.stromsparen-karlsruhe.de oder über die kostenlose KeK-Hotline 0800-4804848. Zudem arbeite KeK mit Einrichtungen wie der Schuldnerberatung, der Mahnabteilung der Stadtwerke oder Sozialverbänden zusammen, berichtete KeK-Geschäftsführer Dirk Vogeley. Stoßen diese auf Haushalte, die vom Energie-Check profitieren könnten, weisen sie auf das Projekt hin.

Die Qualifizierung der bereits ausgewählten Berater beginnt nächste Woche. Die 13 Männer und zwei Frauen bringen viel Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen mit. Sie erhalten nun von der KeK, den AFB und der Caritas Karlsruhe eine vierwöchige intensive theoretische und praktische Schulung zum Energie- und Wassersparen im Haushalt. In Zweier-Teams machen sie anschließend zusammen mit den teilnehmenden Haushalten eine Bestandsaufnahme und fertigen individuelle Strom- und Wasserspar-Pläne. "Den Beraterinnen und Beratern eröffnen wir einen Weg aus der Arbeitslosigkeit", so Sozialdezernent Martin Lenz, "womit wir unseren Anspruch auf soziale Nachhaltigkeit untermauern."

"Wir wollen Arbeitssuchenden eine Perspektive geben in einem Bereich, der eine gewisse Zukunftsfähigkeit hat", ergänzte Alfred Diez, Geschäftsführer des Jobcenters der Stadt. Dieses habe für das Projekt Bundesmittel in die Hand genommen. Das Projekt läuft bis Ende des Jahres 2010. Dann wird Bilanz gezogen und entschieden, ob und wie es weiter geht.




Übersicht Weiterempfehlen

Stadt Karlsruhe 2010 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro