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Mehrgenerationenwohnen: Ergebnis der Planungswerkstatt vorgestellt

"Am Albgrün" fließender Übergang

(rie) "Toll, dass wir nun ein konkretes Ziel haben", freute sich Heide Wroblewski, Sprecherin der Projektgruppe Mehrgenerationenwohnen "Am Albgrün", darauf hätten die Projektgruppen zwei Jahre intensiv hingearbeitet.

Gemeinsam hatten sie in Grünwinkel für das Areal Ecke Zeppelin-/Durmersheimer Straße überlegt und diskutiert: Wie wollen wir künftig leben, wie gemeinschaftlich und individuell wohnen?" Die städtebauliche Klammer liefert nun das Karlsruher Büro Kränzle+Fischer-Wasels Architekten.

Das Architektenbüro schlägt entlang der Straßenfront eine Häuserzeile vor und ordnet dieser in lockerer, kammartiger Struktur Baukörper zu. Vorgesehen sind in drei- bis fünfgeschossigen Gebäuden bis zu 120 Wohneinheiten für rund 350 Bewohnerinnen und Bewohner.

Der Entwurf sei eine gute Antwort auf die Ansprüche an gemeinschaftlichem und individuellem Wohnen, meinte Stadtplaner Dr. Bernd Fahle. Er war Vorsitzender der 18-köpfigen Jury, welche die Arbeiten einer Planungswerkstatt zu beurteilten hatte.

In dieser hatten die Projektgruppen - zwei Baugemeinschaften, eine Mietergruppe und eine genossenschaftliche Gruppe - mit den fünf eingeladenen Büros Mitte September an drei Tagen an der Umsetzung ihrer Ideen gefeilt. Die Entwürfe des Büros Kränzle+Fischer-Wasels Architekten und des Büros Joachim Eble waren in die Endrunde gekommen und nach Überarbeitung von der Jury letzte Woche abschließend beurteilt worden.

Das Konzept des Büros Kränzle+Fischer-Wasels Architekten setzt auf kleinere Plätze und einen fließenden Übergang bis zur eigenen Haustür und zu umliegenden Quartieren. Das Büro Joachim Eble schlägt dagegen einen zentralen, klar definierten gemeinschaftlichen Raum vor.

Den Projektgruppen sei der Siegerentwurf angenehmer, so Wroblewski, "weil wir Räume wollen, die das gemeinschaftliche Leben auch kultivieren." Mit einem großen Platz gerate man in den Stress, diesen ständig erlebbar zu machen.

Der Entwurf wird nun Grundlage für den Bebauungsplan, berichtete Bürgermeister Michael Obert. Mit den Mietern der Gebäude an der Durmersheimer Straße habe die Volkswohnung bereits erste Gespräche geführt, informierte VoWo-Geschäftsführer Dr. Reiner Kuklinski. Der Abriss der Gebäude werde sicher noch einige Zeit dauern. Für den übrigen Bereich könnte 2010 bereits Baubeginn sein.

"Ab Frühjahr hoffen wir, parzellenscharf planen zu können", informierte Rainer Kroll von der wohnprojekt+beratung und entwicklung GmbH. Da nun klar ist, wohin die planerische Reise geht, geht er davon aus, dass weitere Interessenten konkret ins Projekt einsteigen.

Rund 400 Leute hätten sich bislang auf die Interessentenliste gesetzt, darunter 60 Menschen, die er zum Kern zählt. Jede Projektgruppe habe sich bereits ein Wunsch-Areal ausgeguckt, wobei ihre Vorstellungen sich mit denen der Grundstückseigentümer Stadt und Volkswohnung decken müssen.

Sicher ist, dass die Volkswohnung für die Mietergemeinschaft einen "Mix mit Mietwohnungen" bauen wird, bestätigte Kuklinski. Weitere Informationen unter www.am-albgruen.de.




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