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Verkehrsverbund: 9-Uhr-Karte und neue Tarife

(res) Die gestiegenen Energiepreise und Steigerungen bei den Personalkosten sind der Grund, warum der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) seine Fahrpreise zum 1. Januar 2010 erhöht. Über die Preissteigerung von durchschnittlich 3,3 Prozent informierte am Mittwoch, 2. Dezember, KVV-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza bei einem Pressetermin. Unverändert bleiben die Preise für Einzelfahrkarten.

Die KombiCard kostet laut KVV ab 1. Januar 64 statt 60 Euro, die KombiCard Partner 48 statt 45 Euro und die 4er-Karte für zwei Waben 7,80 statt 7,40 Euro. Der Preis für die City-Karte erhöht sich von 4,70 auf 4,80 Euro und als "plus" von 7,10 auf 7,40 Euro.

Für die Regio-Karte müssen KVV-Kunden ab nächstem Jahr 8,40 Euro statt bisher 8,10 Euro bezahlen und für die "plus"-Version 14 statt wie bisher 13,50 Euro. Die RegioX-Karten kosten 13,50 Euro (bisher 13,00), beziehungsweise als "plus" 21,50 Euro (statt 20,50).

Auch der Preis für eine Monatskarte steigt: für Karlsruhe von 44,50 auf 46 Euro und für das Gesamtnetz von 124 auf 129 Euro. Ein Jahresabo für zwei Waben kostet ab Januar 39,30 Euro statt 37,80 pro Monat und für das Gesamtnetz 110,20 statt 104,80 Euro. Für die Karte ab 60 beträgt der neue Abbuchungsbetrag laut KVV 32,50 Euro, die Jahreskarte kostet damit 390 Euro statt 378 Euro.

"Insgesamt haben wir den Anspruch, eine moderate Anpassung durchzuführen", betonte Dr. Casazza und verwies darauf, dass die Karlsruher Fahrpreise im Vergleich zu anderen deutschen Städten im unteren Bereich liegen. So kostet beispielsweise eine Monatskarte in Bonn 76,40 Euro, in Hannover 60,80 und in Münster 52,70. Weniger als in Karlsruhe (46 Euro) bezahlen laut KVV-Preisvergleich nur Fahrgäste in Halle, Chemnitz und Magdeburg.

Mit dem neuen Jahr führt der KVV auch ein neue Monatskarte ein: die 9-Uhr-Karte.

Für 37 Euro können Fahrgäste alle Busse und Bahnen im Geltungsbereich von drei Waben zwischen 9 Uhr vormittags und fünf Uhr nachts benutzen, die 9-Uhr-Karte für das komplette KVV-Netz kostet pro Monat 52 Euro. Samstags, sonntags und an Feiertagen gilt das 9-Uhr-Ticket rund um die Uhr, außerdem kann die Karte zu jedem beliebigen Tag im Monat erworben werden, ist aber nicht übertragbar.

"Wir haben auf die Bedürfnisse der Fahrgäste geschaut", begründete Dr. Casazza die Einführung des neuen Angebots, von dem der KVV erwartet, monatlich rund 5.000 Karten verkaufen zu können. Denn es gibt viele Fahrgäste - nicht nur die so genannten Hausfrauen -, die Busse und Bahnen erst nach 9 Uhr nutzen. Der KVV hat sein Angebot damit um eine Karte ergänzt, die es in vielen deutschen Städten bereits gibt. In Frankfurt kostet sie allerdings 59,80 Euro, in Rostock zum Beispiel 46 Euro. Damit ist sie fast überall deutlich teurer als in Karlsruhe mit 37 Euro für drei Waben.




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