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Aus Sozialprojekt: Erntefrisches Gemüse für Schülerbistro

Stadtjugendausschuss kooperiert mit Initial-Projekt "Gesundheit für alle"

(red) Ab der kommenden Saison beliefert "Gesundheit für ALLE" das vom Stadtjugendausschuss betriebene Schülerbistro im Durlacher Kinder- und Jugendhaus mit erntefrischem Gemüse. "Gesundheit für Alle" ist ein Projekt für Arbeit suchende Menschen, die zum großen Teil suchtkrank sind oder waren.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen arbeiten unter Anleitung eines Gärtnermeisters und einer Agraringenieurin auf einem Gelände in Wolfartsweier. In einem 350 Quadratmeter großen Gewächshaus und auf einer Außenfläche von 400 Quadratmetern erzeugen sie auf natürlicher Basis angebautes Gemüse, das soziale Einrichtungen kostenlos erhalten.

Die landwirtschaftliche Arbeit dient ihnen zur Tagesstrukturierung und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt. "Gesundheit für alle" finanziert sich über den Europäischen Sozialfond (ESF). Träger ist der Verein Initial, der Menschen bei der beruflichen Integration unterstützt.

"Wir wollen am Mittag nicht nur ein möglichst kostengünstiges, sondern vor allem auch ein gesundes Essen anbieten", betont die stellvertretende Geschäftsführerin des Stadtjugendausschusses, Elisabeth Peitzmeier. "Solche Kooperationen unterstützen uns dabei enorm", fügt sie hinzu.

Soziale Einrichtungen in Karlsruhe haben von "Gesundheit für alle" insgesamt über drei Tonnen Gemüse erhalten. Zusätzlich hat das Team an fünf Marktterminen einen kleinen Teil seiner Ernte verkauft. Der Praxistest ermöglichte ihnen Kundenkontakte und eine Vorstellung, was ihre Erzeugnisse wert sind und welche Preise sie dafür verlangen können.

"Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in den gesamten Ablauf von der Aussaat bis zur Vermarktung und Auslieferung der Produkte eingebunden und erleben sich in dieser Tätigkeit als aktiv und gestaltend", verdeutlicht Claudia Deufel von Initial. Insgesamt wurde 2009 über 120 Mal Gemüse ausgeliefert.

Im kommenden Jahr soll das Projekt ausgebaut und noch mehr Gemüse geerntet und verteilt werden. Aber das ist noch nicht alles: Auch die Eröffnung eines Restaurants ist geplant, in dem die Gartenerzeugnisse verarbeitet und an Karlsruher Bürger und Bürgerinnen, die über wenig Geld verfügen, verkauft werden.




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