Oberreut: Spatenstich für Senioren- und NahversorgungszentrumNeubau am Badeniaplatz
(fis) "Jetzt geht's los" jubelte die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen am 26. November beim symbolischen Spatenstich für den Bau des Senioren- und Nahversorgungszentrum am Badeniaplatz in Oberreut. "Nach vielen, vielen Jahren ist es endlich soweit: Oberreut erhält ein größeres Nahversorgungszentrum", wies Mergen, auf das mit derzeit 1.600 Quadratmetern Einkaufsfläche für den Stadtteil "entschieden zu geringe, bestehende Angebot" hin und dankte dem ehemaligen Stadtrat Manfred Bilger, und "seinem" Bürgerverein für deren jahrelangen Bemühungen um eine bessere Versorgungslage. "Wichtig ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Stadtteil wohlfühlen. Mit dem neuen Zentrum wird die Versorgungssituation vom Kleinkindalter bis ins hohe Alter wesentlich verbessert", sprach Mergen von einem hervorragenden Konzept für eine kombinierte Nutzung. Auf dem 6.722 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bernhard-Lichtenberg-Straße, Wilhelm-Leuschner-Straße und Weiße-Rose-Weg errichtet die Weisenburger Gewerbe und Wohnbau GmbH zwei jeweils fünfstöckige barrierefreie Gebäude. Die Fertigstellung des 20 Millionen Euro teuren Großprojekts ist für 2011 geplant. An der Wilhelm-Leuschner-Straße entsteht ein Pflegeheim mit 5.122 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, das vom Regionalverband Karlsruhe des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) betrieben wird. Eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen, Technikräume sowie eine Küche zur Versorgung der Bewohner befinden sich im Untergeschoss des Gebäudes. Neben einem Edeka-Lebensmittelmarkt ist im Erdgeschoss auch eine Bäckerei mit Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich vorgesehen. Einhundert ebenerdige Kundenpark stehen zur Verfügung. Um eine eventuelle Lärmbelästigung der Bewohner bei der Belieferung zu vermeiden, ist in der Bernhard-Lichtenberg-Straße eine spezielle Schalldämmung vorgesehen. Ebenfalls im Erdgeschoss des Seniorenzentrums richtet der ASB seine Verwaltungsräume ein. Auf den drei Stockwerken darüber sind 88 Einzelzimmer geplant, die auf jeder Etage zu jeweils zwei Wohngruppen mit eigenem Speiseraum zusammengeschlossen werden. Alle Bewohnerinnen und Bewohner haben direkten Zugang zu einer begrünten Außenfläche. 13 Penthouse-Stiftwohnungen mit jeweils zwei Zimmern und Dachterrasse entstehen im obersten Stockwerk des Pflegeheims. Auf Wunsch können auch intensive Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden. Zur Betreuung der Bewohner plant der ASB rund 50 Arbeitskräfte einzustellen.
"Edeka heizt und kühlt mit Geothermie", ging Geschäftsführer Rainer Weisenburger auf die Energieversorgung ein, zu der ein eigenes Blockheizkraftwerk gehört. Besonderen Dank richtete er an Erste Bürgermeisterin Mergen, die sich von "einem überzeugenden Konzept" nicht habe abbringen lassen und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für "die kompetenten Unterstützung".
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