Rintheim: Stadtteilkonferenz zu Miteinander vor OrtProzess zur Entwicklung in vollem Gange (voko) In Rintheim tut sich einiges. Derzeit bemüht sich der Stadtteil im Karlsruher Osten um Aufnahme in das Soziale-Stadt-Programm (SSP) für das Rintheimer Feld sowie um Aufnahme für das Landessanierungsprogramm (LSP) für Alt-Rintheim. Bei der gut besuchten, zweiten Stadtteilkonferenz vergangene Woche im Heinz-Schuchmann-Haus wurde ein Rückblick auf die bisherigen Aktivitäten sowie ein Ausblick auf künftige Workshops gegeben, in denen sich die Rintheimer einbringen können. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen etwa ein möglicher Rückbau der Mannheimer Straße, um die trennende Wirkung zu mindern, die Schaffung eines soziokulturellen Bürgertreffs, eine verbesserte Kommunikation innerhalb des Stadtteils oder die Förderung von Mikroprojekten. "Gemeinsam mit ihnen wollen wir den Stadtteil attraktiver gestalten. Wie können wir Raum und Wohnumfeld besser gestalten? Wo drückt der Schuh? Was kann die Volkswohnung dabei anstoßen?", betonte Baubürgermeister Michael Obert in seinen einleitenden Worten. Hilde Willmann vom Bürgerverein Rintheim informierte über das Vorhaben, die Interessen der Jugendlichen des Stadtteils und die der Bürger besser in Einklang zu bringen. Einen Überblick über den aktuellen Stand des Stadteilsanierungsprozesses gab Thomas Sippel vom Stadtteil-Team. Er berichtete über den Quartierspaziergang und das Projekt "Miteinander in Rintheim" (MIR) ebenso wie über das Fehlen von kulturellen Treffpunkten, das durch die Schaffung eines Bürgerzentrums behoben werden soll. "Es fehlten identitätsstiftende Orte in Rintheim", so Sippel. Auch Verkehrssituation und Parkierung, Gebäudebestand und Modernisierung, die Verbesserung von Spielplätzen oder die Aufwertung des Platzes am alten Rathaus sprach er an. "Wir müssen uns überlegen, wo wir hinwollen und welche Fördertöpfe wir dafür anzapfen können", betonte der Stadtteil-Manager, der auch hinzufügte: "Es wird ein langer Prozess, der nicht von heute auf morgen geht." Für die Programme SSP und LSP veranschlagte er eine mögliche Summe von 10,6 Millionen Euro. Über die "Stärken vor Ort" referierte Simone Fischer von der Sozial- und Jugendbehörde. Sprachförderung von Migranten oder die soziale und berufliche Integration von Jugendlichen nannte sie als mögliche Mikro-Projekte, die lokale Vereine, Netzwerke und Initiativen angehen können. Mit bis zu 10.000 Euro werden die Projekte gefördert. Über den "Runden Tisch" informierte Stadteil-Managerin Ute Kinn. Themen seien Aufwertung von Schulweg und Haltestellen, Ganztagesbetreuung an Schulen oder Ferienbetreuung. Dem städtebaulichen Aspekt widmete sich schließlich Michael Kunert. Im Fokus hatte er die Nord-Süd-Achse, Verbindung der Freiräume, "Mieter- und Lehrgärten", Radwege oder den Rückbau der Mannheimer Straße. Info: Am 26. November (18 Uhr) findet ein Workshop zum Thema Städtebau, am 3. Dezember (16 Uhr) ein Workshop zu Kinder und Jugend statt (jeweils Sanierungsbüro Mannheimer Straße 25).
|
Stadt Karlsruhe 2009 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro