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Verkehr: Im Norden geht's voran

Verkehrsentlastung für Hagsfeld hat Priorität

(fis) "Das ist ein klarer Gewinn für die verkehrliche Erschließung des Karlsruher Nordostens und des Pfinztals", sagte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner, als er gemeinsam mit OB Heinz Fenrich am Dienstag den zweiten Bauabschnitt des Teilabschnitts Ost der Nordtangente für den Verkehr freigab. Geschlossen ist damit nun die Ausbaulücke der B 10 zwischen der Autobahnausfahrt Karlsruhe-Nord und dem B3/B10 Knoten bei Grötzingen. Bereits 2007 wurde der Ostabschnitt bis zur Elfmorgenbruchstraße in Verkehr genommen.

"Nicht nur für die Gewerbegebiete "Am Storrenacker" und "Auf der Breit" wird die verkehrliche Situation damit verbessert", es entfallen lange Wartezeiten am Bahnübergang Herdweg und es erfolgt eine Verkehrsentlastung der Grezzostraße in Grötzingen", freute sich der Oberbürgermeister "ganz besonders für die Nutzer". Sowohl Kühner als auch Fenrich wiesen auf die Notwendigkeit hin, für eine rasche Verkehrsentlastung Hagsfeld zu sorgen. Beide berichteten von laufenden Gesprächen zwischen Stadt, Land und Bund, um "auszuloten was machbar und möglich ist". Während sich Regierungspräsident Kühner dafür aussprach, die Bemühungen um einen vollständigen Bau der Nordtangente, wie er schon 1926 in den Generalbebauungsplan der Stadt aufgenommen worden sei, nicht aufzugeben, sah OB Fenrich dieses Vorhaben bei den politischen Mehrheitsverhältnissen als nicht durchsetzbar an.

"Wir sollten und auf das Machbare konzentrieren, und uns um eine zügige Umsetzung bemühen. Alles andere sollten wird den Generationen nach uns überlassen", hielt Fenrich es für sinnvoll zunächst zwei Teilmaßnahmen voranzutreiben: Im Osten zwischen der Elfmorgenbruchstraße und der Haid-und-Neu-Straße und im Westen zwischen zweiter Rheinbrücke und der B 36. Der fertige Teil der Nordtangente vom Knotenpunkt B 10 / B 3 bis zur Elfmorgenbruchstraße im Westen kostete insgesamt rund 33 Millionen Euro, wovon 23,4 Millionen Euro vom Bund, 1,1 Millionen Euro von der Deutschen Bahn AG, 6 Millionen Euro von der Stadt Karlsruhe und 2,3 Millionen Euro von privaten Investoren (ortsansässige Firmen) getragen wurden.

Mit der Fertigstellung des neuen Teilstücks der B 10 werde die bisherige B10, die zur Kreisstrasse wird, keineswegs überflüssig, wies OB Fenrich auf Prognosen hin, wonach zwar eine Entlastung um täglich 10 000 Autos erwartet wird, dort aber nach wie vor 15 000 Autos am Tag unterwegs sein sollen. "Ohne dieses Straßenstück müsste Durlach bei hoher Verkehrsbelastung oder Staus auf der Autobahn mit Schleichverkehr rechnen", sprach Fenrich von einer "weiterhin großen Bedeutung der Ortsumfahrung Durlach" im städtischen Straßennetz".




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