Karlsruher Verkehrsverbund: "Neues Allzeithoch"Stetiger Fahrgastzuwachs und mehr Einnahmen(maf) Der weltweite Konjunktureinbruch verheißt in vielen Branchen nichts Gutes, die Bilanz des Karlsruher Verkehrsverbunds für 2008 ficht die Krise derzeit jedoch nicht an. Im Gegenteil. Die Fahrgastzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut um 1,8 Prozent auf 172,7 Millionen und auch die Erlöse aus Fahrgeldeinnahmen erhöhten sich trotz steigender Energie- und Personalkosten um 5,5 Prozent auf 111,2 Millionen Euro. Angesichts der "turbulenten Rahmenbedingungen" ein Ergebnis, mit dem KVV-Chef Dr. Walter Casazza mehr als zufrieden ist, zumal sich damit das "moderate Fahrpreisniveau" habe halten lassen. Seit seiner Gründung vor 15 Jahren hätten noch nie so viele Menschen den Verbund genutzt, sagte er am Mittwochmorgen vor den Medien, im Übrigen sei die Fahrgastzahl kontinuierlich gestiegen. Dass aktuell noch mehr Nutzer hinzugekommen seien und dem KVV ein "neues Allzeithoch" bescherten, führt er auf die explodierenden Spritpreise letzten Sommer und den vermehrten Umstieg von Autofahrern auf Busse und Bahnen zurück. Gegriffen hätten aber auch das gute Angebot und Sonderaktionen wie Sommer- oder Kombicard. Mit der Sommercard zum Beispiel konnte man für 90 Euro von Juli bis September im gesamten Netz fahren - 18 000 Kunden machen davon Gebrauch. Sicherheit und Sauberkeit waren auch 2008 wichtige Themen. Die Videoschutzanlagen zeigten erste Erfolge und trugen zur Aufklärung von Übergriffen und Schäden durch Vandalismus bei. Bundesweit zu den ersten gehört der Verbund bei der Einführung des Handytickets. Knapp 3000 Nutzer sind im System angemeldet und kaufen ihre Fahrkarte mit dem Mobiltelefon. Ein Arbeitsfeld der Zukunft seien Verbesserungen für Fahrgäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien, informierte KVV-Mitarbeiter Klaus Lösch. Gemeinsam mit dem Behindertenbeirat wurde eine Broschüre entwickelt, in der unter anderem nachzulesen ist, welche Bahnen und Buslinien für barrierefreies Ein- und Aussteigen geeignet sind. Weitere Projekte: Schienenanbindung zum Baden-Airpark, Erschließung des nördlichen Landkreises bis Bruchsal und Waghäusel (Casazza: "Hier sehen wir Potentiale"), die Schaffung von Überlappungstarifen mit Nachbarverbünden sowie die Einführung einer Schnupperfahrkarte für Neubürger.
|
Stadt Karlsruhe 2009 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro