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Umwelt: Biotope verbinden schützt Arten

Umweltausschuss und Naturschutzbeirat mit umfangreichem Programm


(erg) Zur letzten Sitzung in der alten Legislaturperiode trafen sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf zu einer gemeinsamen Tagung mit dem Naturschutzbeirat. Thema war hierbei unter anderem das entstehende Biotopverbundkonzept. Hatte man früher gedacht, die Artenvielfalt könne mittels ausgewiesener Schutzgebiete erhalten werden und an anderer Stelle könne Landschaft verbraucht werden, wächst mittlerweile die Erkenntnis, dass Biotope vernetzt werden müssen. Denn die ökologische Vielfalt kann nur erhalten werden, wenn die Biotope in Größe, Qualität und Erreichbarkeit eine funktionale Einheit darstellen. Dem trägt auch das Bundesnaturschutzgesetz in seiner aktuellen Fassung Rechnung. Daher ist die städtische Dienststelle Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) derzeit dabei, in einem Pilotprojekt ein solches Biotopverbundkonzept zu erstellen, einschließlich einer Beurteilung der Räume zwischen den Biotopen.

Nach Ende der gemeinsamen Sitzung berichteten Vertreter des Landesumweltministeriums und des Regierungspräsidiums dem Umweltausschuss über Katastrophenschutzpläne für atomare Katastrophen bei der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe und der Verglasungsanlage beim Forschungszentrum Karlsruhe. Die Gebäude seien im Wesentlichen gegen alle denkbaren Szenarien gesichert, auch etwa gegen gezielte Flugzeugabstürze.

Falls es doch zu einem größten anzunehmenden Unfall kommen sollte, wird zunächst der Bereich im Umkreis von fünf Kilometer evakuiert. Betroffen sind davon die Gemeinden Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten sowie der Stadtteil Friedrichstal in Stutensee. Dafür und für alle denkbaren weiteren Fälle liegen Alarmierungs- und Schutzpläne vor. Eine Broschüre kann über die Website des Regierungspräsidiums www.rp-karlsruhe.de herunter geladen werden.

UA legte den Ausschussmitgliedern auch einen zusammen mit dem Amt für Stadtentwicklung erarbeiteten, umfangreichen "Indikatorenbericht" zu einer nachhaltigen Kommunalentwicklung vor. Auf 26 Seiten betrachtet der Bericht, wie die lokale Lebensqualität unter sozialen, kulturellen und materiellen Aspekten erhöht werden kann, ohne die Lebenschancen zukünftiger Generationen am Ort und in der ganzen Welt zu beeinträchtigen. Schließlich erhielten die Ausschussmitglieder noch einen Einblick in die Situation bei den Luftschadstoffen. So ist zwar die Belastung mit Stickoxyden in den letzen Jahren zurückgegangen, weil zunehmend alte Autos durch neuere, schadstoffärmere ersetzt werden. Dennoch werden die kommenden Jahres in Kraft tretenden Grenzwerte überschritten.

Verkehrlich bedingte Schadstoffbelastungen rühren hauptsächlich vom LKW-Verkehr her. Was Feinstaub anlangt, kommen zunehmend auch häusliche Kleinfeuerungsanlagen in den Blick. Feinstaub-Belastungen von über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft dürfen maximal 35 Mal pro Jahr gemessen werden. Diese Jahresgrenze hat Karlsruhe nur 2006 überschritten, 2007 und 2008 nicht. Und da die Belastungen vornehmlich in den Wintermonaten bis April festgestellt werden, rechnet UA auch für das laufende Jahr nicht mit einer Überschreitung.    




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Stadt Karlsruhe 2009 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro