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Partnerschaft: Ein Brunnen für Nancy

Prof. Dietrich Maier von der EBG stellt sich nicht der Wiederwahl

(erg) Prof. Dr. Dietrich Maier trat bei der Europäischen Brunnengesellschaft (EBG) ins zweite Glied. Für viele Mitglieder sehr überraschend kündigte der Gründer und Präsident der EBG bei der Mitgliederversammlung am Samstag, 4. Juni, in Nancy an, nicht zur Wiederwahl als Frontmann der Gesellschaft zur Verfügung zu stehen. Er wolle nur noch als Vorstandsmitglied für den Bereich Wasserchemie und Hilfseinsätze zur Verfügung stehen. Die Versammlung ernannte Maier darauf hin zum Ehrenpräsidenten. Er sagte zu, sich trotz dieser Ehrung seine Aufgaben in der Gesellschaft weiterhin widmen zu wollen. Maiers Nachfolger ist der 80-jährige Wissenschaftler Prof. Dr. Hermann Roth. Die Versammlung wählte ihn wie alle anderen Vorstandsmitglieder einschließlich Maier ohne Gegenstimme.

Das Treffen wurde einem außergewöhnlichen Ort ausgetragen: Das barocke "Palais du Gouvernement" im Herzen der Stadt Nancy ist eigentlich Sitz des kommandierenden Generals der Militär-Hubschrauberflotte für den Osten und den Süden der Französischen Republik und nicht öffentlich zugänglich. Vor der Sitzung übergab Erster Bürgermeister Harald Denecken, Mitglied der Europäischen Brunnengesellschaft, im Rathaus einen "Schraubenbrunnen" der Künstler OMI Riesterer und Barbara Jäger als Geschenk der EBG an die Stadt Nancy. Der Brunnen ist in jüngster Zeit in der Karlsruher Majolika-Manufaktur entstanden.

Maier und seine Brunnengesellschaft wollten damit erreichen, dass neben anderen europäischen und Mitgliedern aus aller Welt auch die Zahl der Mitglieder aus Nancy und Frankreich anstiegen. Der erste Erfolg war, dass Nancys Bürgermeister für internationale Beziehungen, Jean-Michel Berlemont, seinen Beitritt ankündigte. Maier sagte ihm daraufhin zu, dass er als Ehrenmitglied aufgenommen werde.

Der Brunnen von OMI Riesterer hat die Form einer eckigen Schraube. Aus der Spitze sprudelt Wasser und sammelt sich in einem von Barbara Jäger bemalten Becken. Er ist der erste von einer möglicherweise entstehenden Serie von Schraubenbrunnen, die der Künzelsauer Schraubenkönig Reinhold Würth ausschreiben soll. Würth wurde bei der Versammlung mit dem Ehrenpreis und der Ehrenmitgliedschaft der EBG ausgezeichnet. Unter anderem für die Schraubenbrunnen-Idee und dafür, dass alle seine Kunstmuseen in vielen Teilen Europas architektonisch und bei zahlreichen Exponaten mit dem Element Wasser korrespondierten. Dem Maler Benno Huth übereichte die Brunnengesellschaft ihren Kunstpreis. Ausgezeichnet wurde Huth, weil die Besucher einer Kunstausstellung der Gesellschaft im Frühjahr sein Werk "Am Baggersee" zum Besten gekürt hatten.    




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