EnergieEffizienz-Netzwerk Karlsruhe: Bund fördert erstes kommunales NetzwerkBalsam für Klima und Firmenbudgets (fis) "Es war nicht einfach, die Big Player im Energieverbrauch zusammen zu bringen", zeigte sich Bürgermeister Klaus Stapf vor kurzem bei der Gründungsversammlung bei den Stadtwerken sichtlich zufrieden über das Zustandekommen des EnergieEffizienz-Netzwerks Karlsruhe. In dem bundesweit ersten kommunalen Pilotprojekt wirken zehn Karlsruher Unternehmen mit, deren jährliche Energiekosten jeweils über 150.000 Euro liegen. Innerhalb von vier Jahren sollen sowohl die Energiekosten als auch die CO2-Emissionen um sieben bis zehn Prozent gesenkt werden. "Vier von fünf Firmen sehen Energiekosten als erhebliche Belastung an, 60 Prozent suchen nach Einsparungsmöglichkeiten", verwies Linda Jeromin von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe auf das Ergebnis einer im vergangenen Jahr durchgeführten Umfrage. Von daher erhoffte sich auch Norbert Hacker, der Leiter des Städtischen Amts für Umwelt- und Arbeitsschutz nach der ersten Infoveranstaltung bei der IHK ein schnelles Zustandekommen des lokalen Netzwerkes. Dem war aber nicht so, vielmehr musste einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden, um die zehn Firmen "ins Boot zu bekommen". Dazu gehören die Allgäuland-Käsereien, die aluplast GmbH, die Angiomed Medizintechnik KG, die Itron GmbH, die Dr. Willmar Schwabe GmbH, die Fiducia IT AG, die Maus GmbH, LÓréal, die Michelin Reifenwerke und das Städtische Klinikum. "Zwei bis drei Firmen werden noch dazukommen", wies Bürgermeister Stapf auf "noch laufende Gespräche" hin. Für die Stadt sei das Netzwerk ein wesentlicher Baustein des Klimaschutzkonzepts. Deshalb habe auch das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz als Projektträger die allgemeine Geschäftsführung und die Gesamtkoordination des EnergieEffizienz-Netzwerks übernommen. Operative Umsetzung und Moderation der Treffen, das wissenschaftlich abgesicherte Ergebnismonitoring und die projektbegleitende Evaluation liegen bei der BSRSustainability GmbH aus Karlsruhe (Büro für sozialverträgliche Ressourcennutzung), einer Ausgründung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Als ideelle Förderer treten städtische Wirtschaftsförderung und IHK auf. Das Karlsruher Projekt ist zudem das erste Netzwerk, das im Rahmen eines bundesweiten 30-Netzwerke-Pilotprojekts durch das Bundesumweltministerium mit insgesamt 80.000 Euro gefördert wird, weitere 40.000 Euro steuern die Stadtwerke Karlsruhe bei. Insgesamt kann damit rund die Hälfte der anfallenden Kosten für Moderation, Initialberatung und Monitoring über Fördermittel des Bundes und der Stadtwerke Karlsruhe abgedeckt werden. Die verbleibenden Kosten tragen die beteiligten Unternehmen als Eigenanteil.
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