Zur Startseite Karlsruhe: StadtZeitung   Suche
 

Übersicht Weiterempfehlen

 

Stadt des Rechts: Ein Leben für die Justiz

Empfang zum 100. Geburtstag von Ludwig Martin

(fol) "Einem Generalbundesanwalt a. D. zum 100. Geburtstag gratulieren zu können, das ist auch für einen Bürgermeister ein besonderes Ereignis", betonte Bürgermeister Michael Obert beim Empfang für Ludwig Martin, Generalbundesanwalt außer Dienst. Obert überbrachte dem Jubilar zu dessen Ehrentag Glückwünsche im Namen der Stadt. Auch die amtierende Generalbundesanwältin, Monika Harms, war mit ihrem Stab zum Geburtstag des einstigen obersten Anklägers ins Rathaus gekommen. Seit seiner Berufung an den Bundesgerichtshof in Karlsruhe 1951 lebt Ludwig Martin in Rüppurr, wo er heute noch mit seiner Ehefrau in seinem Haus wohnt. Er wurde in Martinszell bei Kempten im Allgäu geboren und studierte ab 1929 in München Jura.

1937 trat er in den Justizdienst ein, wurde jedoch nie Mitglied der NSDAP. Nach dem Kriegsdienst (seit 1939) und der Gefangenschaft war er ab 1946 am Amtsgericht in Sonthofen tätig. 1951 wurde Martin zur Bundesanwaltschaft berufen und 1953 zum Bundesrichter befördert. 1963 ernannte die BRD ihn zum Generalbundesanwalt, dessen Amt er bis zu seiner Pensionierung 1974 ausübte. Martin ist bekannt für seine konservative politische Haltung und seine enge Verbundenheit mit der Katholischen Kirche, die sich unter anderem durch die Auszeichnung mit dem päpstlichen Gregorius-Orden 1969 zeigte. Sein Name ist auch in der Prominenz-Enzyklopädie "Who ist Who" der BRD zu finden.




Übersicht Weiterempfehlen

Stadt Karlsruhe 2009 - Inhalt: Presse- und Informationsamt - Web: Medienbüro