Golfplatz Batzenhof: Bevölkerung lehnt Zufahrt ab"Frühzeitige Bürgerbeteiligung" als Teil des Planungsverfahrens (erg) "Golfplatz Hohenwettersbach - Batzenhof" soll die neue Anlage mit einer Fläche von 115 Hektar heißen, die auf den Höhen im Osten Karlsruhes entsteht. Das Stadtplanungsamt hatte am Mittwoch, 19. September, Bewohner der betroffenen Stadtteile Hohenwettersbach, Grünwettersbach, Palmbach und Stupferich in die Hohenwettersbacher Lustgartenhalle gebeten, um bei einer so genannten frühzeitigen Bürgerbeteiligung zu erfahren, wie die Menschen über die Planungen denken. Heiner Baron, stellvertretender Amtsleiter, erläuterte zunächst den Planungsstand. Das Raumordnungsverfahren, das vom Regierungspräsidium durchgeführt wird, ist rechtsverbindlich abgeschlossen. Den Verlauf der Diskussion voraus ahnend, betonte Baron, dass im Verfahren die Zufahrt von der Autobahn über die Ochsenstraße zum Clubhaus vorgesehen sei. Dies stieß aber auf einhellige Ablehnung. Auch die weiteren Möglichkeiten, zu der neuen Anlage zu kommen, die Golfplatz-Planer Reinhold Weishaupt vorstellte, gefielen nicht allen Teilnehmern. So könnte die Zufahrt nordöstlich parallel zur Autobahn über einen bestehenden, dann aber auszubauenden Feldweg und an einem Birkenwäldchen vorbei zum Clubhaus geführt werden. Ein Teilnehmer schlug die Variante vor, diese Straße südwestlich der Autobahn anzulegen und erst gegenüber des Wäldchens die Schnellstraße zu überbrücken. Die Raum prägende Pappelallee vom Thomas- zum Batzenhof soll, zumindest vorläufig, als lokale Zufahrt weiter genutzt werden können. Baron sagte zu, den Inhalt der Diskussion in die weitere Beratung mitzunehmen, wies aber deutlich darauf hin, dass der Beschluss des Regierungspräsidiums eigentlich verbindlich sei. Zuvor hatte der Verkehrsplaner Dr. Jan Riel vom Stadtplanungsamt vorgerechnet, wie viele Autos voraussichtlich täglich zum und vom Golfplatz fahren. Nach Schätzungen liegt die Zahl der Fahrten bei 300 bis 600. Er verglich dies mit Tausenden Autos und LKW, die täglich die Hauptstraßen der betroffenen Orte befahren. Er machte deutlich, dass 70 Prozent der Fahrten über die Autobahn abgewickelt würden. Spazierwege wie Reitanlagen bleiben zur Freude der Teilnehmer der Bürgeranhörung erhalten.
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