Wirtschaft: Kundenzentrum als Oase der RuheSparkasse Karlsruhe eröffnete Erweiterungsbau / Atrium mit Olivenbaum
Der Vorstandsvorsitzende spielte damit bei der Eröffnung des 21,5 Millionen teuren Gebäudes, das in zweieinhalb Jahren auf dem Areal des früheren Kinos "Kamera" an der Kaiserstraße 22 Meter in die Höhe wuchs, auf die Gestaltung des Atriums an: In diesem dominiert ein in der Majolika hergestelltes Raum-Kunstwerk der Karlsruherin Hannelore Langhans, das sich um einen sieben Meter hohen "leibhaftigen" Olivenbaum gruppiert. Den Hintergrund des "kontemplativen" Ensembles bilden reliefartige Fliesen, davor lädt eine Sitzbank zum Atem holen ein. Das Wasser, das im Becken vor der Treppe zum Obergeschoss vor sich hin plätschert, vervollständigt das friedliche Gesamtbild. Und hoch oben unter der gläsernen Überdachung schwebt ein Konferenzsaal. Ein architektonisches und statisches Glanzstück: Der aus 100 Tonnen Stahl hergestellte Block "liegt nur an jeweils vier Punkten im vierten und fünften Obergeschoss auf", erläuterte Architekt Michael Eltrich vom planenden Büro archis den Gästen der Eröffnung. Doch das neue Zentrum hat nicht nur Platz für Angestellte am Schalter, Kunden oder Konferenzen des Vorstands. Der Innenraum ist über Treppen, Brücken und Fahrstuhl mit zwei ebenfalls transparent gestalteten Flügeln verbunden, in denen Büros für 200 Mitarbeiter der Sparkasse untergebracht sind. Eine Oase der Ruhe - auch als Ort der Begegnung, der Beratung, der modernen Arbeitswelt: Diese Aspekte, die sich um den eine Gesamtfläche von 5 000 Quadratmetern einnehmenden Neubau ranken, hob Oberbürgermeister Heinz Fenrich in seiner Rede hervor. Die Sparkasse signalisiere mit der Erweiterung, so Fenrich, "dass hier Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden, dass das Unternehmen in die Zukunft plant, Platz schafft für innovative Neuerungen und am regionalen Standort festhält." Sparkassen und deren Kenntnis der Akteure vor Ort seien Garanten des Mittelstands, dankte auch Bernd Bechthold, Präsident der Industrie- und Handelskammer, dem Unternehmen für seine Verbundenheit mit der Region und Aufträge an heimische Unternehmen. Und Firmen der Region können sich auf weitere Vergaben freuen. Der Erweiterungsbau war für die Sparkasse gleichzeitig auch "nur" ein erster Schritt. Als nächste umfassende Investition steht jetzt die Komplettsanierung der "alten Zentrale" an Kaiserstraße und Europaplatz an.
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